Short Description
Die Referenzzentrale für hochpathogene bakterielle Erreger der AGES befasst sich mit dem Nachweis, der Charakterisierung und der epidemiologischen Abklärung ausgewählter bakterieller Krankheitserreger mit hoher Bedeutung für die öffentliche Gesundheit. Zum Erregerspektrum zählen Bacillus anthracis (Milzbrand), Brucella spp. (Brucellose), Burkholderia mallei (Rotz), Burkholderia pseudomallei (Melioidose), Coxiella burnetii (Q-Fieber), Francisella tularensis (Tularämie) sowie Yersinia pestis (Pest).
Bei diesen Erregern handelt es sich überwiegend um Zoonoseerreger, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können. Die Übertragung erfolgt je nach Erreger über direkten Tierkontakt, Vektoren wie Zecken oder Flöhe, kontaminierte Aerosole, infektiöses Tiermaterial oder kontaminierte Lebensmittel. Einige dieser Erreger zeichnen sich durch eine hohe Infektiosität sowie das Potenzial für schwere, teils lebensbedrohliche Erkrankungen aus.
Die Referenzzentrale unterstützt die nationale Gesundheitsüberwachung durch spezialisierte Laboranalytik, die Bestätigung von Verdachtsfällen, molekulare Charakterisierungen, epidemiologische Abklärungen und die fachliche Beratung von Behörden, Gesundheits- und Laboreinrichtungen. Darüber hinaus trägt sie zur Früherkennung von Ausbrüchen, zur internationalen Vernetzung sowie zur Vorbereitung auf biologische Gefahrenlagen bei. Weiters ist die Referenzzentrale Nationales Screeninglabor zum Nachweis von Ebolavirus- Infektionen.
Contact Person
Dr. Florian Heger, MSc
Research Services
Die AGES betreibt Nationale Referenzlaboratorien nach der EU Kontrollverordnung Nr. (EC) 882/2004 und weitere Referenzlaboratorien, Referenzzentralen und Sammlungen nach nationalen und internationalen Vorgaben.
Für nähere Informationen zur Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte an die Leitung des Referenzlabors unter dem Punkt „Kontakt“.
Methods & Expertise for Research Infrastructure
- Kultivierung und Identifizierung von Bacillus anthracis, Brucella spp., Burkholderia mallei/pseudomallei, Coxiella burnetii, Francisella tularensis und Yersinia pestis im BSL-3-Hochsicherheitslabor
- Resistenztestung für ausgewählte Erreger
- Rasche molekularbiologische Diagnostik (PCR) zur Abklärung von Verdachtsfällen innerhalb weniger Stunden
- Molekulare Charakterisierung, Typisierung und Sequenzierung von Isolaten
- Bestätigungsdiagnostik für klinische und umweltbezogene Proben
- Unterstützung in Surveillance und bei Ausbruchsabklärung
- Teilnahme an europäischen Ringversuchen, Studien und Projekten
- Zusätzliche Expertise: Nationales Screeninglabor zum Nachweis von Ebolavirus- Infektionen
Für nähere Informationen zur Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte an die Leitung des Referenzlabors unter dem Punkt „Kontakt“.
