Short Description
Die Pyrolyse GC/MS ermöglicht im Bereich Additivanalytik ein vielfältiges Screening. Bei der Pyrolyse- GC wird die Probe bis zur Zersetzung erhitzt, um kleinere Moleküle zu erzeugen, die im Anschluss gaschromatographisch getrennt und mittels MS nachgewiesen werden können.
Die Pyrolyse Temperatur beträgt bis zu 1OOO °C, dabei werden große Moleküle (z.B. Polymere, auch polymere Additive) an ihren schwächsten Bindungen gespalten, wobei kleinere, flüchtigere Fragmente entstehen. Pyrolyse-GC-Chromatogramme sind sehr komplex, da eine Vielzahl unterschiedlicher Zersetzungsprodukte gebildet wird, somit können bspw. Polymermaterialien charakterisiert werden.
Zusätzlich bietet der Geräteaufbau auch die Möglichkeit einer Flüssiginjektion in unterschiedlichen Injektionsmengen (Large-volume, Split/splitless, pulsed split, usw.) womit die Analyse von verschiedenen Probeextrakten möglich wird. Durch die Anwendung des Large-volume Injektors wird eine 10fach höhere Probenmenge injiziert, was eine aufwändige Aufkonzentrierung ersetzen kann.
Durch die Kopplung an ein Massenspektrometer ist eine Identifizierung von organischen Substanzen, die in einer Probe enthalten sind möglich. Diese Identifizierung erfolgt mittels Vergleich über die NIST-Datenbank und kann im Bereich von Virgin aber vor allem Recycling-Kunststoffproben Auskunft über mögliche Kontaminanten und Abbauprodukten geben.
Contact Person
Ida Peneder
Research Services
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Methods & Expertise for Research Infrastructure
Die Methoden werden im laufenden Forschungsprojekt AAAplus aufgebaut. Fokus liegt hier auf Additivanalytik für Amine, Silikon-Oligomere, Halogenierte Flammschutzschutzmittel und Druckfarben/Pigmente.
ÖIV - Österreichisches Institut für Verpackungswesen
