Short Description
Die Anwendung eines breiten Spektrums mikroskopischer Verfahren ist fundamental für die Analytik unterschiedlicher Materialien bzw. Materialkombinationen in Objekten der Restaurierung und Konservierung sowie in der Untersuchung historischer und archäologischer Artefakte insgesamt.
Mikroskopie bedeutet stets, Bilder von Mikrozuständen der jeweiligen Werkstoffe zu erzeugen und daraus Rückschlüsse auf ihren Materialcharakter, die Herstellungstechnik, den Gefügezustand einschließlich der Alterungsphänomene, usf. zu ziehen, die für zahlreiche Fragestellungen aus den Bereichen der Konservierung und Restaurierung, der Kunsttechnologie, des Kultur- und Architekturerbes und der Archäologie an uns herangetragen werden. Im Vordergrund stehen dabei die vielfältigen Projekte des eigenen Instituts.
Contact Person
Dr.rer.nat. Farkas Pintér
Research Services
Die Serviceleistung umfasst die methodische Unterstützung bei der Bearbeitung der wissenschaftlichen Fragestellung.
Methods & Expertise for Research Infrastructure
An dem Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien wurden bereits diverse Forschungsarbeiten zu den verschiedensten wissenschaftlichen Fragestellungen durchgeführt. Studien zur Analytik unterschiedlicher Materialien bzw. Materialkombinationen in Objekten der Restaurierung und Konservierung sowie in der Untersuchung historischer und archäologischer Artefakte sind nur einige Beispiele aus dem breit gefächerten Bereich.
Verfügbare Methoden und Expertisen zur Mikroskopie inkludieren:
• Stereomikroskopie
o Nikon SMZ 1500 mit digitaler Kamera. Vergrößerung stufenlos 5 bis 90x, Hell- und Dunkelfeldmodus im Durchlicht
• Auflicht-/Durchlichtmikroskop mit Polarisationseinrichtung
o Olympus BX40 mit digitaler Kamera. Vergrößerung 25x bis 1000x
o Nikon Eclipse ME 600 mit Digitalkamera und 100 W Quecksilberhochdrucklampe für UV-Licht (UV-Filter 365 nm) und blaues Licht (blau-Filter 450–490 nm)
• Durchlichtmikroskop mit Polarisationseinrichtung
o Leitz Wetzlar Orthoplan mit digitaler Kamera. Vergrößerung 63x bis 1000x
• Digitalmikroskopie
o Keyence VHX-6000 Auflicht-/Durchlicht-Polarisation; Vergrößerung 10x bis 1200x, automatisierte Objektivsteuerung, integrierte Software mit Bildstitching bzw. –stacking-Funktionen, 3D-Mapping, Rauigkeitsmessung, usw.
• Rasterelektronenmikroskopie
o Rasterelektronenmikroskop JEOL JSM-IT200 mit Hoch- und Niedervakuummodus
und einem JEOL SDD EDX-Detektor. Spezifikationen: W Kathode, Auflösung bis zu 3nm, max. Probengröße: 15x5cm
Weitere Informationen zur Expertise finden Sie auf der Webpage https://conservation.angewandte.at/research/
Bayerova, T. 2018 Buddhist Wall Paintings at Nako Monastery, North India: Changing of the Technology Throughout Centuries. Studies in Conservation, 63: 171-188.
Pintér, F., Gosselin, C. 2018. The origin, composition and early age hydration mechanisms of Austrian natural Portland cement. Cement and concrete research: 110, 1-12.
Pintér, F. 2022. The combined use of ion chromatography and scanning electron microscopy to assess salt-affected mineral materials in cultural heritage. Journal of the American Institute for Conservation, 61: 85-99.
Fuchs, K., Pintér, F. 2022. Material characteristics of historic scagliola interiors in Vienna: A view through the microscope. Journal of Microscopy, 286: 160-167.
Pintér, F., Krist, G., Milchin, M. 2024. From material analysis to mortar design: conservation science investigations for the preservation of the Fortress of Bashtovë in Albania. Rendiconti Lincei. Scienze Fisiche e Naturali, 36(1), 49-63.
https://conservation.angewandte.at/research/
