Kurzbeschreibung
Das Erwachsenenherzchirurgie‐Register ist ein gemeinsames Projekt der Gesundheit Österreich GmbH und der in der Österreichischen Gesellschaft für Herz‐ und thorakale Gefäßchirurgie (ÖG HTG) eingerichteten Arbeitsgruppe zum Thema Ergebnisqualität in der Erwachsenenherzchirurgie. Das Projekt beinhaltet die Dokumentation und Auswertung der wichtigsten Indikatoren herzchirurgischer Eingriffe bei erwachsenen Patientinnen und Patienten.
Ergänzend zur Ergebnisqualitätsmessung mittels Routinedaten (Austrian Inpatient Quality Indicators, A-IQI), wird das Register von der Gesundheit Österreich GmbH per gesetzlichem Auftrag geführt. Grundlage dafür ist eine Verordnung aus dem Jahr 2008 zur Erhebung und Verbesserung der Qualität der herzchirurgischen Operationen. Im Erwachsenenherzchirurgie‐Register werden seit dem Jahr 2009 Daten aus allen neun österreichischen herzchirurgischen Zentren erfasst.
Ansprechperson
Mag. (FH) Martina Santner
Research Services
Für nähere Informationen zur Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte an das Team des Erwachsenen Herzchirurgie-Registers unter dem Punkt „Kontakt“.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Die Basis der Datendokumentation ist das international anerkannte Indikatorenset der Society of Thoracic Surgeons (STS). Der Datensatz basiert auf der STS‐Version 2.42. Die Daten der österreichischen herzchirurgischen Zentren werden lokal erfasst und einmal jährlich der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) übermittelt. Nach einer umfassenden Qualitätsprüfung der Daten werden diese von der GÖG anhand statistischer Methoden ausgewertet. Über einen jährlichen Vergleich mit der Diagnosen- und Leistungsdokumentation wird die Vollständigkeit des Registers geprüft.
Einmal jährlich wird ein Datensatz mit allen Patientinnen und Patienten, welche sich im Zeitraum zwischen dem Jahr 2009 und dem aktuellen Berichtsjahr einer herzchirurgischen Operation unterzogen haben, pseudonymisiert mittels des bPK (des bereichsspezifischen Personenkennzeichens ) an die Statistik Austria übermittelt. Diese führt den Abgleich mit der Todesursachenstatistik durch und übermittelt der GÖG die Sterbefälle betreffenden Daten inklusive des Todesdatums und der ICD‐10‐Codierung der Todesursache. Die GÖG verwendet für die Berechnung der Langzeitmortalität das Todesdatum weiter.
Stroke Unit Register (siehe https://goeg.at/Koordinationsstelle_Qualitaetsregister)
