Kurzbeschreibung
EURIPID ist eine freiwillige, nicht-kommerzielle Kooperation europäischer Behörden im Bereich Arzneimittelpreise und- erstattung. Ziel ist der gegenseitige Austausch von Informationen für mehr Transparenz in der Arzneimittelpreisgestaltung. Herzstück von EURIPID ist eine gemeinsame Datenbank, die den nationalen Behörden als zentrales Instrument dient, Preisentscheidungen zu treffen, Kosten zu steuern und gesundheitspolitische Maßnahmen fundiert zu planen.
Um diese Aufgabe zu erfüllen, betreibt die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) seit 2010, gemeinsam mit der ungarischen Sozialversicherung, die European Integrated Price Information Database – kurz EURIPID. Im Auftrag der teilnehmenden Länder übernimmt die GÖG dabei zentrale Aufgaben wie Wartung, Qualitätssicherung und kontinuierliche Weiterentwicklung der etablierten europaweiten Arzneimittelpreisdatenbank.
Ansprechperson
Dipl.-Ges.ök. Stefan Fischer
Research Services
Die EURIPID-Kollaboration fördert die Forschung im akademischen Bereich zu Arzneimittelpreisen und Arzneimittelzugang. Hierfür können Foscher:innen einen Antrag auf der Webseite (https://euripid.eu/researcher/) stellen, um Datenauszüge zu erhalten. Für nähere Informationen können Sie sich gerne an den Verantwortlichen unter dem Punkt „Kontakt“ wenden.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Die Arzneimittelpreisdatenbank enthält vorrangig Daten über die offiziellen Preise von öffentlich erstatteten (und auch nicht erstatteten), mehrheitlich ambulanten Arzneimitteln, die von den nationalen Behörden im Einklang mit der Transparenzrichtlinie 89\105\EG veröffentlicht werden. Ergänzt werden diese Informationen mit Angaben zu den Mengen erstatteter bzw. abgegebener Medikamente und zum Vorhandensein von Managed Entry Agreements.
Slowenien - JAZMP
Belgien - RIZIV/INAMI
Portugal – INFARMED
Bulgarien – NCPR
Finnland - HILA
Litauen – VLK
Niederlande - MINVWS
Polen - AOTMiT
Rumänien – CNAS
Tschechische Republik – SUKL
Europäische Kommission
Die die einzelnen nationalen Preis‑ und Erstattungsbehörden stellen die Daten bereit und sind im Board of Participants vertreten; die Europäische Kommission ist ebenfalls in der Governance eingebunden.
