Kurzbeschreibung
Der Mischkryostat des Marietta-Blau-Instituts stellt eine thermische Umgebung von rund 100mK (also nahe dem absoluten Nullpunkt von -273,15°C) für physikalische Experimente zur Verfügung. Die Geräte und das Labor wird von den beiden Forschungsgruppen Rare-Event-Searches und Precision-Experiments betrieben, um Dark Matter Detektoren zu testen bzw. ultra-kalten Wasserstoff bereit zu stellen.
Ansprechperson
Martin Simon
Research Services
Tieftemperaturumgebung bis zu ca. 100mK für physikalische Experimente.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Anwendung der Rare-Event-Search Gruppe: Tieftemperatur im Bereich von 100mK sind erforderlich, um sogenannte Transition-Edge-Sensoren zu betreiben. Dabei befindet sich ein Detektorelement thermisch im Übergangsbereich zwischen Supraleitung und normaler elektrischer Leitung. Wenn ein einzelnes Teilchen auf das Detektorelement trifft, führt das zu Erwärmung und entsprechend starken Signalen, die weiter verarbeitet werden können. Die Expertise liegt bei der Detektorenentwicklung und -charakterisierung, in der Signalauslese und Verarbeitung, sowie in einem detaillierten Verständnis der statistischen und systematischen Effekte.
Anwendung der Precision-Experiments Gruppe: Atomarer Wasserstoff wird durch Dissoziation in-situ erzeugt und thermalisiert an den Wänden von kalten Transferleitungen, die durch Magnetfeldgradienten führen. Der kalte atomare Wasserstoff, der aus den Leitungen trifft, kann über Spiegelelemente, die mit superflüssigem Helium überzogen sind, zu einem gerichteten Strahl geformt werden, welcher für präzise Spektroskopie oder Gravitationsmessungen dient. Die Expertise liegt in der Erzeugung und Manipulation von ultra-kalten Wasserstoff.
Nutzungsbedingungen werden bis dahin definiert.
COSINUS
NUCLEUS
GRASIAN
