Kurzbeschreibung
Das Bioreaktorsystem besteht aus vier parallelen Reaktoren im Maßstab von je 1-2 Liter. Diese werden über eine zentrale Kontrolleinheit inkl. PC gesteuert. Mit dem Reaktorsystem können Bioprozesse im Labormaßstab entwickelt werden, in Batch, Fed-Batch und kontinuierlichem Betrieb. Weiters kann das System genutzt werden, um Mikoorganismen unter genau definierten Bedingungen für metabolische/physiologische Studien zu kultivieren. Das System kann mit Abgasanalyse betrieben werden, um Verbrauch und Produkten von gasförmigen Komponenenten (z. B. Sauerstoff, CO2, etc.) zu analyiseren.
Ansprechperson
Stefan Pflügl
Research Services
Bioprozessentwicklung mit aeroben und anaeroben Mikroorganismen im Bereich der industriellen Biotechnologie, inklusive Gasfermentation.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Die Gruppe für Industrielle Biotechnologie an der TU Wien entwickelt Verfahren für die Herstellung von Chemikalien, (Bio)-Treibstoffen/e-fuels und Bioplastik mit Hilfe von Mikroorganismen. Dabei kommt ein multidisziplinärer Ansatz zur Anwendung. Die Bioprozessentwicklung (Fermentation, unter Verwendung von z. B. Parallelbioreaktorsystemen) wird dabei mit dem Metabolic/Genetic Engineering (z. B. mit CRISPR/Cas) verknüpft, um gentechnisch veränderte Mikroorganismen, z. B. anaerobe Bakterien, mit verbesserten/gewünschten Eigenschaften zur Herstellung der genannten Produkte einzusetzen. Als Ausgangssubstrate für die gewünschten Umsetzungen werden beispielsweise Reststoffe aus der Landwirtschaft, der Zellstoffindustrie, Methanol/Ameisensäure aus chemischer Katalyse/Elektrokatalyse sowie gasförmige Substrate wie CO2, H2 oder CO eingesetzt. Weiters werden Methoden der Systembiologie sowie der metabolischen Modellierung eingesetzt.
