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Core Facility (CF) Cluster „DCNA“

Wasserbaulabor - Inffeldgasse 26

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Technische Universität Graz (TU Graz)

Graz | Website

Open for Collaboration

Kurzbeschreibung

Im Jahr 2009 wurde das zusätzliche Labor des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft in der Inffeldgasse in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine dreiseitig geschlossene und überdachte Halle mit einer Grundfläche von 2.500 m² (25 × 100 m). Die lichte Höhe unter dem Kranträger beträgt 4 m.

Aufgrund ihrer großzügigen Abmessungen eignet sich die Halle insbesondere für großmaßstäbliche Flächenmodelle von Flüssen und Flussabschnitten. Neben Untersuchungen mit fester Sohle können auch Versuche mit beweglicher Sohle durchgeführt werden. Dadurch lassen sich Prozesse des Sedimenttransports sowie daraus resultierende morphologische Veränderungen unter kontrollierten Bedingungen untersuchen und quantitativ erfassen.

Die Wasserversorgung der Modelle erfolgt über vier drehzahlgeregelte Pumpen mit einer Gesamtförderleistung von bis zu 1.000 l/s. Das Wasser wird einem unterirdischen Tiefbehälter entnommen und über Rohrleitungen mit einem Durchmesser von 400 mm zu den Modellen transportiert. Nach den Modellversuchen wird das Wasser über abgedeckte Rücklaufrinnen und einen Entsander in den Tiefbehälter zurückgeführt und steht anschließend erneut für den Versuchsbetrieb zur Verfügung.

Darüber hinaus befindet sich in der Halle eine Station des MINKT-Labors der TU Graz. Ein mobiler Wasserkreislauf ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, grundlegende Phänomene der Strömungslehre und des Fließverhaltens von Wasser anschaulich und experimentell kennenzulernen. Die Schüler*innen können dabei selbst Versuche durchführen, beispielsweise Wellen erzeugen, und so wasserbauliche und strömungsmechanische Zusammenhänge unmittelbar erleben.

Ansprechperson

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Stefan Haun, Ph.D.

Research Services

Untersuchung hydraulischer und wasserbaulicher Fragestellungen, insbesondere im Bereich von Hoch- und Niederdruckanlagen, Hochwasserschutzmaßnahmen und Flussbau.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Die Forschungsinfrastruktur ermöglicht die experimentelle Untersuchung komplexer hydraulischer und wasserbaulicher Fragestellungen anhand physikalischer Modellversuche. Die methodische Expertise umfasst die Planung, den Aufbau und den Betrieb maßstäblicher hydraulischer Modelle sowie die messtechnische Erfassung und Analyse von Strömungs-, Druck- und Abflussverhältnissen. Langjährige Forschungserfahrung besteht insbesondere in den Bereichen Hoch- und Niederdruckanlagen, Wasserkraft, Hochwasserschutz und Flussbau. Die Infrastruktur erlaubt sowohl grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen als auch anwendungsorientierte Modellstudien zur Analyse und Optimierung wasserbaulicher Anlagen und Maßnahmen.

Ergänzend zu den experimentellen Untersuchungen im Labor verfügt das Institut über umfangreiche mobile Messausrüstung für die Erhebung hydraulischer und morphologische Daten im Feld. Damit können Strömungs-, Wasserstands-, Abfluss- und weitere relevante Messgrößen der Morphologie direkt an Fließgewässern und wasserbaulichen Anlagen erfasst werden. Die Felddaten dienen sowohl der Analyse realer Verhältnisse als auch als Grundlage für die Planung, Kalibrierung und Validierung physikalischer und numerischer Modelle. Die Kombination aus Feldmessungen, experimentellen Modellversuchen und entsprechender fachlicher Expertise ermöglicht eine umfassende Bearbeitung wasserbaulicher Fragestellungen.

Nutzungsbedingungen

Nach Vereinbarung mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft
http://www.hydro.tugraz.at

Referenzprojekte

2026 – Wasserkraftwerk Traunfall – Hydraulischer Modellversuch (Energie AG, Österreich)

2026 – Erweiterung Wurtenalm – Hydraulischer Modellversuch eines Tulpenüberfalls (KELAG – Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Österreich)

2026 – Wasserkraftanlage Stegenwald – Untersuchung und Einsatz von Sediment-Impact-Sensoren (VERBUND Hydro Power GmbH, Österreich)

2026 – CARA: Climate Change Adaptation through Flood-Reducing Agriculture (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG)

2025 – Sohlstufe Lehen, Salzach – Physikalischer Modellversuch zum Sedimenttransport (Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, Österreich)

2025 – Wasserkraftwerk Staning – Hydraulischer Modellversuch (Ennskraftwerke AG, Österreich)

2024 – Wehr Mixnitz – Hydraulischer Modellversuch (VERBUND-Austrian Hydro Power AG, Österreich)

2022 – Wellenmessungen am Wörthersee – Wissenschaftliche Untersuchung und Feldmessung der Wellenverhältnisse (Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 8 – Umwelt, Energie und Naturschutz, UAbt. Geologie und Gewässermonitoring, Österreich)

2021 – Wasserkraftanlage Stegenwald – Hydraulischer Modellversuch (VERBUND Hydro Power GmbH, Österreich)

2019 – Wasserkraftwerk Jettenbach – Hydraulischer Modellversuch (VERBUND Innkraftwerke GmbH, Deutschland)

2017 – Pumpspeicherkraftwerk Gouvães, Portugal – Hydraulischer Modellversuch (Iberdrola S.A., Spanien)

Referenzpublikationen

Sensitivity of larval and juvenile fish with different swim bladder morphology to barotrauma with a special focus on Cypriniformes. Andreas Zitek, Wolfgang Gessl, Peter Mehlmauer, Clemens Ratschan, Martin Schletterer and Josef Schneider. Scientific Reports , 2026

Separating and analyzing wind- and boat-induced waves: a filtering framework for hydraulic lake monitoring. Susanne Scherbaum, Stefan Mirbach, Franziska Hübl, Yannic Fuchs, Stefan Haun and Josef Schneider. Lake and Reservoir Management , 2026

The role of sand in an impact-based bedload monitoring system. Manuel Pirker, Hannes Badura, Josef Schneider and Stefan Haun. Scientific Reports , 2026

Long short-term memory networks for enhancing real-time flood forecasts. Sebastian Gegenleithner, Manuel Pirker, Clemens Dorfmann, Roman Kern and Josef Schneider. Hydrology and Earth System Sciences 29, 1939-1962, 2025

Slotted separation pillars for improved tailwater design at run-of-river plants. Hannes Badura, Franz Georg Pikl and Josef Schneider. The International Journal on Hydropower & Dams 2025, 2025

Kontakt

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Stefan Haun, Ph.D.
Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft
0316/873-8360
stefan.haun@tugraz.at
http://www.hydro.tugraz.at

Standort

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