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Räumliche Forschungsinfrastruktur

Technikum-DWRL

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Montanuniversität Leoben

St. Michael | Website

Open for Collaboration

Kurzbeschreibung

Am Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) der Montanuniversität Leoben am Standort in St. Michael in der Obersteiermark befindet sich die Forschungsanlage zur Charakterisierung und Sortierung von Schüttgütern unter dem Namen „Digital Waste Research Lab“.

Die Anlage ist für die Behandlung nicht gefährlicher Abfälle in einem Korngrößenbereich von 30-300 mm ausgelegt. Die gesamte Fördertechnik ist in der Geschwindigkeit individuell einstellbar. Ein Steigband dient zum Materialtransport auf die Vibrorinne und kann aufgrund der Montage auf Rollen positionsflexibel eingesetzt werden. Die Austragsbänder der Anlage sind auf einem Schienensystem montiert und können je nach Betriebsart in ihrer Position verschoben werden. Für die Materialaufgabe über ein Steigband wurden verschiedene Möglichkeiten vorgesehen: unstetig, mittels Kübel, Wannen, Big Bags bzw. direkt aus Containern oder stetig, durch vorgeschaltete Aggregate. Die anschließende Vereinzelung des Materials erledigt eine Vibrorinne bzw. ein schnell laufendes Beschleunigungsband (Arbeitsbreite 1 m, Geschwindigkeit bis 3,5 m/s). Am Beschleunigungsband erfolgt die Charakterisierung durch "Mobile Sensorik" (siehe "Zugeordnetes Equipment") mit Möglichkeit zur Sortierung mittels einer pneumatischen Düsenkammleiste (80 Düsen).

Die Anlage ist mit semi-mobilen Messbrücken oberhalb des Beschleunigungsbandes ausgestattet. Diese können verschiedenste Sensoren und Messsysteme für die Ontime- und Online-Analyse von Abfallschüttgütern sowie einzelnen Abfallobjekten/Partikeln aufnehmen.

Die durch die Sensoren gewonnen Daten werden je nach Anwendungsfall mit unterschiedlichen Softwarelösungen verarbeitet. Über das zur Verfügung stehende Softwarepaket werden auf Basis der Informationen der NIR- und RBG-Sensoren sowie der Induktionsleiste Sortierentscheidungen getroffen und damit die einzelnen Düsen zur Ausschleusung der Partikel zeitlich abgestimmt angesteuert. Die Aufzeichnung jeglicher Sensordaten zur weiteren Bearbeitung erfolgt über eine Daten- und Analyseplattform. Je nach Sensor ist es möglich, unterschiedliche Statistiken und Parameter aufzuzeichnen, zusammenzufassen, grafisch darzustellen, oder zur weiteren Verarbeitung zu exportieren.

Aufgrund der positionsflexiblen und teilweise mobilen Gestaltung einzelner Komponenten bietet die Forschungsanlage eine breit gefächerte Anwendungsvielfalt, die sich grundlegend in zwei Betriebsmodi einteilen lässt: Basisbetrieb (d.h. Kreislaufbetrieb) und erweiterter Betrieb mit Vor- und Nachschaltung von weiteren partnerspezifischen Maschinen.

Ansprechperson

Renato Sarc

Research Services

Die Anlage ist für die Behandlung nicht gefährlicher Abfälle in einem Korngrößenbereich von 30-300 mm ausgelegt. Am Beschleunigungsband erfolgt die Charakterisierung durch "Mobile Sensorik" (siehe "Zugeordnetes Equipment") mit Möglichkeit zur Sortierung mittels einer pneumatischen Düsenkammleiste (80 Düsen). Die durch die Sensoren gewonnen Daten werden je nach Anwendungsfall mit unterschiedlichen Softwarelösungen verarbeitet. Je nach Sensor ist es möglich, unterschiedliche Statistiken und Parameter aufzuzeichnen, zusammenzufassen, grafisch darzustellen, oder zur weiteren Verarbeitung zu exportieren.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

- Grundlagenforschung und experimentelle Forschung,
- Digitale Abfall- und Produktanalytik, d.h. Charakterisierung,
- Probencharakterisierung und digitale Beschreibung,
- Bestimmung der materialspezifischen Zusammensetzung,
- Bestimmung des Volumenstroms (Volumen pro Zeiteinheit),
- Erstellung einer digitalen Korngrößenverteilung,
- Monitoring und Sortierung von Störstoffen und/oder Wertstoffen aus nicht gefährlichen (gemischten) Abfällen wie Kunststoffe, Papier, Glas, Metalle, Textilien etc.,
- Validierung von Sortier- / Trennergebnissen,
- Simulieren von Sortierprozessen,
- Datenanalyse und Visualisierung von Ergebnissen,
- Anwendung von mathematischen und statistischen Methoden zur Datenverarbeitung,
- Entwicklung und Einsatz von KI-Ansätzen in der Abfallwirtschaft und -technik.

Equipment

  • Mobile Sensorik (Technikum-DWRL)
  • DWRL - Erweiterter Betrieb

Nutzungsbedingungen

Die Infrastruktur wird vorwiegend im Rahmen von laufenden geförderten Projekten (Antragsforschung) verwendet. Für ausgewählte Fragestellungen steht die Infrastruktur auch für die Auftragsforschung zur Verfügung, wobei bei solchen Anfragen ein Angebot mit entsprechendem Stundensatz für die Infrastruktur erstellt wird. Bei Interesse bitte um Kontaktaufnahme mit Verantwortlichem.

Referenzpublikationen

Titel der Publikation: Großtechnische experimentelle Forschung im Digital Waste Research Lab und Digitale Abfallanalytik und -behandlung
Jahr: 13.10.2023
Autoren: Lisa Kandlbauer, Renato Sarc und Roland Pomberger
Zeitschrift/Verlag: Österr Wasser- und Abfallw 76, 32–41 (2024).
DOI: https://doi.org/10.1007/s00506-023-00999-1

Kontakt

Renato Sarc
Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
+43 3842 / 402-5105
renato.sarc@unileoben.ac.at
https://www.unileoben.ac.at/avaw
https://www.unileoben.ac.at/avaw/team

Standort

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