Kurzbeschreibung
Dieser GPU-Cluster der Universität Graz (Institut für Digitale Geisteswissenschaften) stellt eine zentrale Recheninfrastruktur für rechenintensive Forschung in den Digital Humanities (DH) im Rahmen des DHInfra.at-Projekts dar. Die Infrastruktur umfasst aktuell vier Nodes mit insgesamt 12× NVIDIA H200 (je 141 GB HBM3e), 4× NVIDIA RTX PRO 6000 (je 96 GB) und 4× NVIDIA L40S (je 48 GB), verbunden über ein 400 Gb/s InfiniBand-Netzwerk (NDR), sowie eine dedizierte Login-, Storage- und Service-Node. Eine weitere Compute-Node (4× RTX PRO 6000) ist in Planung.
Die Anlage unterstützt ein breites Spektrum an Forschungsanwendungen: Neben Training und Inferenz für Natural Language Processing und Computer Vision (insbesondere automatische Texterkennung historischer Dokumente und Analyse kultureller Artefakte) stellt der Cluster auch LLM-Inference-APIs (OpenAI-kompatibel), dedizierte Services und interaktive Jupyter-Umgebungen als managed Services bereit. Damit können Forschende mit unterschiedlichen technischen Vorkenntnissen – von interaktiven Notebooks bis hin zu Batch-Training auf mehreren GPUs – effizient arbeiten.
Die zentrale Service-Node ermöglicht föderierte Authentifizierung über SAML/Shibboleth (ACOnet), wodurch Forschende und Studierende des CLARIAH-AT Konsortiums, assoziierter Institutionen und externer Partner:innen standardisierten Zugang erhalten. Ressourcenvergabe, Nutzungsmonitoring und Projektmanagement erfolgen über ein zentrales Verwaltungstool mit Self-Service-Portal. Der Cluster unterstützt Container-basierte Workflows sowie klassisches Batch-Scheduling für skalierbare Forschungsprojekte.
Der Cluster befindet sich derzeit in einer geschlossenen Testphase und wird spätestens im Juni 2026 für die breitere DH-Community geöffnet. Der Cluster ist über eine Hochgeschwindigkeitsanbindung via ACOnet u.a., mit dem Standort Krems vernetzt, was mittelfristig verteilten Storage (Ceph-basiert) sowie die koordinierte Nutzung weiterer GPU-Ressourcen in Verschränkung ermöglicht. Das System ist zunehmend über CLARIAH-AT in die europäischen Forschungsinfrastrukturen CLARIN und DARIAH eingegliedert und operiert mit professionellem Support.
Mehr Informationen sind unter https://www.dhinfra.at verfügbar.
Ansprechperson
Florian Atzenhofer-Baumgartner
Research Services
GPU-Computing für Training und Inferenz von ML-Modellen
LLM-Inference-APIs als Managed Services
Interaktive Jupyter-Umgebungen mit GPU-Zugang
Container-basierte Umgebungen und Batch-Scheduling
Föderierter Zugang über SAML/Shibboleth für CLARIAH-AT Partner und assoziierte Institutionen
Zentrales Projekt- und Ressourcenmanagement mit Self-Service-Portal
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Das Institut für Digitale Geisteswissenschaften entwickelt und wendet Machine-Learning-Verfahren für geisteswissenschaftliche Forschung an. Schwerpunkte sind automatische Texterkennung historischer Dokumente (OCR/HTR), Natural Language Processing für Textkorpora-Analyse und Computer Vision für kulturelle Artefakte. Das Institut verfügt über Expertise in GPU-Cluster-Betrieb, Infrastruktur- und Netzwerkfragen sowie Container-Orchestrierung. Das Bereitstellen von Services wird durch die IT Services der Universität Graz mitunterstützt.
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