Kurzbeschreibung
Die wissenschaftliche Vergleichssammlung der Herpetologischen Sammlung umfasst etwa 150.000 Objekte aus den Wirbeltierklassen Amphibien (ca. 50.000) und Reptilien (ca. 100.000).
Die überwiegende Mehrzahl liegt als Nasspräparate, in Alkohol konserviert, vor. Den kleineren Teil (etwa 6.000 Objekte) stellen Trockenpräparate (Stopfpräparate, Knochen, Schädel, Modelle) dar. Die Anfänge der Sammlung, und damit die ältesten Präparate, datieren um das Jahr 1800. Rund ein Viertel des heutigen Sammlungsbestandes stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Die biogeographischen Schwerpunkte sind Europa und Asien. Weiters befinden sich Amphibien- und Reptilienpräparate aus Nord- und Südamerika, Afrika und Australien/Ozeanien im Inventar.
Insgesamt sind etwa 1.700 unterschiedliche Amphibien-Taxa und 5.200 Reptilientaxa vertreten. Herzstück der wissenschaftlichen Kollektion ist die Sammlung von Typusexemplaren, die derzeit etwa 600 Amphibien- und 2300 Reptilien-Typen beinhaltet.
In der wissenschaftlichen Literatur werden Sammlungsbestände mit dem Akronym "NMW" (für Naturhistorisches Museum Wien) oder seit dem Jahr 2025 mit "NHMW-ZOO-HS-" gekennzeichnet.
Ansprechperson
Dr. Silke Schweiger
Research Services
Nach Rücksprache möglich:
• Unterstützung bei der Bestimmung herpetologischer Objekte
• DNA-Analysen von Gewebeproben
• Bereitstellung von Fotomaterial
• Unterstützung bei der Forschung/Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten zu sammlungsrelevanten Themen
• Durchführung von Citizen Science Projekten, Bestimmungskursen
• Informationsstelle für herpetologische Anfragen
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Neben der Inventardatenbank zur Verwaltung des wissenschaftlichen Inventars verfügt die Sammlung auch über eine Datenbank zur Verbreitung der heimischen Amphibien und Reptilien (HFDÖ-Herpetofaunistische Datenbank Österreichs). Diese herpetofaunistische Datenbank beinhaltet über 200.000 Artbeobachtungen, die neben Ort, Datum und Zeitpunkt der Beobachtungen auch zahlreiche ökologische Begleitdaten enthält. Ein Großteil der Daten ist auch auf GBIF (Global Biodiversity Information Facility) veröffentlicht.
Die Herpetologische Sammlung verfügt weiters über eine Diapositivsammlung und eine umfangreiche Fachbibliothek.
Zurverfügungstellung von Gewebeproben.
Bestimmung von Amphibien und Reptilien weltweiter Herkunft.
Durchführung von Forschungsprojekten zu herpetologischen Fachthemen, Betreuung von Diplomarbeiten.
Betreuung in- und ausländischer Wissenschaftler*innen und Studierendenden.
Den ForscherInnen stehen folgende Geräte zur Verfügung:
• Leica Wild M 420
• Leica M50
• Zeiss Stemi SV11
• Wasserwertemessgerät HQ40d (portabel), Fa. Hach, zur Messung von Wasserleitfähigkeit, Sauerstoff, pH-Wert und Temperatur.
Zuordnung zur Forschungsinfrastruktur
DiSSCo
ÖGH Österreichische Gesellschaft für Herpetologie
Österreichisches Bundesheer
Österreich forscht- Plattform
MA 22, Wien
Museum Alexander König, Bonn
SEH Societas Europaea Herpetologica
Tiergarten Schönbrunn, Wien
Turtle Island, Graz
Zoologische Staatssammlung München, Deutschland
