Short Description
Das FTIR-Gasanalysesystem dient der qualitativen und quantitativen Bestimmung gasförmiger Komponenten mittels Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie. Die Methode ermöglicht die simultane Analyse komplexer Gasgemische durch die Auswertung der charakteristischen Infrarotabsorptionsspektren einzelner Moleküle.
Das System ist für die kontinuierliche oder diskontinuierliche Messung von Prozessgasen ausgelegt und ermöglicht die Detektion einer Vielzahl von Komponenten, insbesondere organischer Verbindungen. Durch die spektrale Auswertung lassen sich mehrere Gase parallel und ohne Umrüstung erfassen. Die Messung erfolgt in Echtzeit und eignet sich sowohl für Labor- als auch für Technikumsanwendungen. Die Infrastruktur dient der umfassenden Charakterisierung von Gasströmen und ermöglicht die Analyse komplexer Reaktionssysteme, insbesondere bei thermochemischen Prozessen.
Contact Person
David Scheiblehner
Research Services
• Qualitative und quantitative Analyse von Mehrkomponentengasen mittels FTIR
• Gleichzeitige Detektion zahlreicher Gasbestandteile
• Identifikation von Haupt-, Nebenkomponenten und Zwischenprodukten
• Analyse komplexer Gaszusammensetzungen
• Echtzeitüberwachung von Gaszusammensetzungen in Prozessen
• Erweiterte Gasanalytik für thermochemische Prozesse, insbesondere Methanpyrolyse
• Identifikation von Zwischenprodukten und Nebenreaktionen (z. B. aromatische Verbindungen)
• Unterstützung bei der Aufklärung von Reaktionsmechanismen und Prozessoptimierung
• Kombination mit weiteren Analysesystemen zur vollständigen Gascharakterisierung
• Datenauswertung und Interpretation im verfahrenstechnischen und metallurgischen Kontext
Methods & Expertise for Research Infrastructure
Mit dem FTIR-System werden spektroskopische Methoden zur Analyse von Mehrkomponentengasen eingesetzt. Die Grundlage ist die Auswertung von Infrarot-Absorptionsbanden, wodurch einzelne Moleküle eindeutig identifiziert und quantifiziert werden können. Dies ermöglicht die gleichzeitige Erfassung einer großen Anzahl von Gasbestandteilen, einschließlich Spurengasen und Zwischenprodukten.
Im Forschungszentrum für Wasserstoff und Kohlenstoff der Montanuniversität Leoben besteht umfassende Expertise in der Anwendung und Interpretation spektroskopischer Gasanalytik im Kontext metallurgischer und thermochemischer Prozesse. Das FTIR-System wird insbesondere zur Identifikation komplexer Reaktionsprodukte, zur Detektion organischer Zwischenverbindungen sowie zur Analyse dynamischer Prozessverläufe eingesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung in der Methanpyrolyse. Hier ermöglicht die FTIR-Analytik die Identifikation und Quantifizierung von Zwischenprodukten (z. B. aromatischen Verbindungen) sowie von Nebenreaktionen, die mit konventioneller Gasanalytik nur eingeschränkt erfassbar sind. Dadurch lassen sich Reaktionsmechanismen detailliert untersuchen und Prozessparameter gezielt optimieren.
Die Kombination aus FTIR-Analytik und weiteren Messsystemen ermöglicht eine umfassende Charakterisierung von Produktgasströmen und unterstützt die Entwicklung sowie die Bewertung komplexer Hochtemperaturprozesse.
Allocation to research infrastructure
Ergänzend gelten die betriebsinternen Sicherheits- und Betriebsanweisungen (werden projektbezogen bereitgestellt).
