Kurzbeschreibung
Der elektrisch beheizte Trockenschrank TR 1050 dient der thermischen Behandlung von Proben unter definierten Bedingungen, insbesondere der Trocknung und Vorbehandlung von Materialien bei niedrigen bis mittleren Temperaturen. Der Trockenschrank arbeitet mit konvektiver Beheizung und ermöglicht eine präzise Temperaturregelung. Je nach Ausführung sind Betriebstemperaturen typischerweise bis etwa 300 °C möglich. Der Innenraum ist auf die Aufnahme unterschiedlichster Probengeometrien ausgelegt und ermöglicht eine flexible Nutzung im Laborbetrieb. Durch die kontrollierte Luftführung wird eine homogene Temperaturverteilung unterstützt, was reproduzierbare Prozessbedingungen gewährleistet.
Typische Anwendungsfelder umfassen das Trocknen von Proben nach nasschemischen oder metallurgischen Prozessen, das Entfernen von Lösungsmitteln, das Vorwärmen von Materialien sowie einfache Wärmebehandlungen im Niedertemperaturbereich. Der Trockenschrank wird für eine Vielzahl von Werkstoffen eingesetzt, darunter metallische Proben, Pulver, keramische Materialien und Verbundstoffe.
Die Anlage stellt eine grundlegende und vielseitig einsetzbare Forschungsinfrastruktur dar, die insbesondere für vorbereitende Prozessschritte und definierte thermische Vorbehandlungen genutzt wird. Sie unterstützt eine reproduzierbare Probenkonditionierung und ist damit ein integraler Bestandteil experimenteller Arbeitsabläufe in der Materialforschung und Metallurgie.
Ansprechperson
David Scheiblehner
Research Services
• Trocknung von Proben (z. B. nach nasschemischen Prozessen oder Reinigungsschritten)
• Entfernung von Lösungsmitteln und Feuchtigkeit aus Pulvern und Festkörpern
• Vorwärmen von Materialien für nachfolgende Hochtemperaturprozesse
• Durchführung definierter Temperbehandlungen im Niedertemperaturbereich
• Probenkonditionierung für mikrostrukturelle und analytische Untersuchungen
• Vorbereitung von Einsatzstoffen und Komponenten für Hochtemperatur- und Reaktorexperimente
Die Nutzung des Trockenschranks ist im Rahmen von Forschungskooperationen möglich. Externe Nutzende können die Infrastruktur nach individueller Abstimmung einsetzen. Eine vorherige Kontaktaufnahme zur Klärung der Anforderungen wird empfohlen.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Der Trockenschrank TR 1050 wird für standardisierte thermische Behandlungsprozesse im Niedertemperaturbereich eingesetzt. Dazu zählen insbesondere Trocknungsprozesse, Entgasung, Vorwärmen sowie definierte Temperbehandlungen. Durch die präzise Temperaturregelung können reproduzierbare Prozessbedingungen für unterschiedliche Materialien und Probenzustände eingestellt werden.
Im Forschungszentrum für Wasserstoff und Kohlenstoff der Montanuniversität Leoben besteht umfangreiche Erfahrung in der Probenvorbereitung und -konditionierung für weiterführende Analysen und Hochtemperaturprozesse. Der Trockenschrank wird in Kombination mit metallurgischen und werkstoffwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden eingesetzt, beispielsweise zur Vorbereitung von Proben für Schmelzversuche, mikrostrukturelle Analysen oder thermische Experimente. Die Anlage wird unter anderem zur Vorbereitung von Einsatzstoffen und Reaktorkomponenten verwendet, beispielsweise zur Entfernung von Feuchtigkeit oder flüchtigen Bestandteilen vor Hochtemperaturversuchen. Dies ist insbesondere für Experimente mit definierter Gasatmosphäre oder reaktiven Systemen von Bedeutung.
Die Kombination aus standardisierter Wärmebehandlung und werkstoffwissenschaftlicher Expertise ermöglicht eine zuverlässige und reproduzierbare Probenvorbereitung als Grundlage für weiterführende experimentelle Untersuchungen.
Zuordnung zur Forschungsinfrastruktur
Ergänzend gelten die betriebsinternen Sicherheits- und Betriebsanweisungen (werden projektbezogen bereitgestellt).
