Kurzbeschreibung
Mit Lasermikrodissektion (LMD, auch als Laser Capture Microdissection oder LCM bekannt) lassen sich Einzelzellen oder ganze Gewebebereiche isolieren. LMD-Systeme basieren auf einem speziellen Lasersystem und dynamischer Software. Mit ihnen können Anwender auch subzellulärenStrukturen wie Chromosomen isolieren.
Ansprechperson
Univ.Prof.Dr.med.univ. Marko Konschake
Research Services
Das Institut für Klinische und Funktionelle Anatomie bietet Zugang zu einem Laser-Mikrodissektionssystem (LMD7, Leica), das die präzise Isolierung spezifischer Zellpopulationen sowie definierter Regionen von Interesse aus Paraffin- und Kryoschnitten ermöglicht. Darüber hinaus können fortgeschrittene immunfluoreszenzbasierte Mikroskopieverfahren zur Erzeugung hochauflösender Bilder durchgeführt werden.
Die Laser-Mikrodissektion erlaubt die gezielte Gewinnung von Regionen von Interesse (ROI), die von größeren Gewebebereichen bis hin zu einzelnen Zellen oder sogar subzellulären Strukturen reichen können. Das isolierte Material kann für eine Vielzahl nachgelagerter molekularbiologischer Analysen verwendet werden, darunter Genomik, Transkriptomik (mRNA, miRNA), Proteomik, Metabolomik sowie Next-Generation-Sequencing (NGS).
Die Infrastruktur unterstützt Forschung in verschiedenen Bereichen, einschließlich der Neurowissenschaften, der Krebsforschung sowie weiterer biomedizinischer Disziplinen. Sie kann zudem in zellkulturbasierten Experimenten und entsprechenden analytischen Arbeitsabläufen eingesetzt werden.
Das Institut für Klinische und Funktionelle Anatomie bietet umfassende technische Unterstützung sowie wissenschaftliche Beratung im Rahmen einer kooperativen Zusammenarbeit, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Durchführung der Experimente zu gewährleisten.
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Die Laser-Capture-Mikrodissektion (LCM) ist eine automatisierte Probenvorbereitungstechnik, mit der spezifische Zellen aus Gewebe bzw. einer gemischten Zellpopulation mit Hilfe eines speziellen Mikroskops mit eingebauten Laser isoliert werden können. Die Zellen können aufgrund ihrer Morphologie, ihres immunhistochemischen Phänotyps oder ihres Genotyps mit Hilfe von In-situ-Hybridisierungsmethoden ausgewählt werden. Diese Technik der Isolierung einer reinen Probe aus einer heterogenen Mischung von Zellen ermöglicht effizientere und genauere Ergebnisse in nachgeschalteten Anwendungen wie Genomics, Transcriptomics, Proteomics oder Metabolomics (Sanger-Sequenzierung, qPCR, Next-Generation-Sequencing (NGS), MALDI-/SELDI-TOF oder Massenspektrometrie).
Der interne Zugang zum Buchungssystem für das Mikroskop wird nach Abschluss der ersten Schulung gewährt.
Materialien können vom Institut bereitgestellt werden, vorbehaltlich einer Vereinbarung über die Bedingungen der Zusammenarbeit.
