Kurzbeschreibung
MUSICA ist ein verteilter Hochleistungsrechner an den Standorten Wien, Linz und Innsbruck. An jedem Standort befindet sich ein Rechner-Cluster. Jedes der drei Cluster besteht aus 128 (Wien: 184) einzelnen Rechnern (Knoten). Die einzelnen Rechner verfügen jeweils über 2 AMD-CPUs mit je 96 Kernen und 768 GByte Hauptspeicher. Je 80 (Wien:112) Knoten sind zusätzlich je Knoten mit 4 NVIDIA Hopper H100 GPUs ausgestattet. Insgesamt stehen 84.480 CPU-Kerne und 1088 H100 GPUs zur Verfügung. Die Knoten an einem Standort sind untereinander sowie mit den Filesystemen mit einem Hochleistungsnetz von 400 GBit/sec verbunden. Neben normaler Anbindung an ein Filesystem verfügt jeder Standort über ein Hochleistungsfilesystem mit einer Kapazität von jeweils 4 PByte und einem Durchsatz von etwa 1 TByte/sec. Die Standorte sind untereinander mit einem privaten Netzwerk von 100 Gbit/sec verbunden.
Die Systeme verfügen über ein Software-Stack, das sowohl Batch (Stapelverarbeitung) als auch interaktives Arbeiten ermöglicht. Eine umfangreiche Software-Ausstattung enthält neben einer Zahl von Anwendungsprogrammen, notwendige Werkzeuge zur Entwicklung und Optimierung von Programmen. Der Zugang ist für Anwender aus allen Bereichen der Forschung sowie aus der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung möglich. Zur Unterstützung der Anwender wird ein umfangreiches Kursprogramm sowie technischer Support angeboten.
Die Ausstattung mit einer großen Zahl extrem leistungsfähiger GPUs und mit Hochleistungsfilesystemen macht MUSICA neben klassischen HPC-Aufgaben vor allem für Hochleistungs-Datenanalyse (HPDA), maschinelles Lernen (ML), Künstliche Intelligenz (AI) und andere Daten-intensive Aufgaben besonders geeignet.
Die räumliche Verteilung erhöht die Resilienz und Verfügbarkeit des Systems. Am Standort Innsbruck ist überdies die Ankopplung eines Quantencomputers geplant.
Ansprechperson
Dr. Ernst Haunschmid
Research Services
Bereitstellung von Rechenleistung auf höchstem Niveau sowie Ausbildung und Unterstützung
Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur
Mit einem etablierten HPC-Team welches die technische Infrastruktur betreut, sowie der wissenschaftlich-administrativen Expertise des Forschungsschwerpunkts Scientific Computing steht Forscher:innen, Lehrenden und interessierten Parteien aus Verwaltung und Wirtschaft eine Anlaufstelle zur Verfügung, um HPC-Rechenleistung für Forschung, Lehre und weitere Aufgaben abzurufen.
Dies erfolgt im Rahmen der interuniversitären Kooperation Austrian Scientific Computing (ASC) zum Betrieb Österreichs leistungsfähigster Großrechner in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern.
Universität Wien
BOKU Wien
Universität Innsbruck
TU Graz
Johannes Kepler Universität Linz
Institute of Science and Technology Austria (ISTA)
